Strona główna Deutsch Über die Stadt Die Geschichte der Stadt

Die Ratiborer Burg liegt auf dem HandelswegDie Ratiborer Burg liegt auf dem Handelsweg, welcher durch die Mährische Pforte nach Polen führt.

Die Burg schützte und bewahrte den Oderübergang. Sie existierte schon im 9. Jahrhundert. Dort kreuzten sich die Wege von Tschechien und Mähren bis nach Krakau, Russland und Schlesien. Laut den altpolnischen Sagen war Racibórz - Ratibor die Hauptstadt der Kwaden. Die erste historische Erwähnung in der Chronik von Gall Anonim stammt aus dem Jahre 1108, als die Krieger des polnischen Herzogs Boleslaus Schiefmaul die Grenzburg einnahmen.
In den späteren Überlieferungen tritt Racibórz als Kastelaner Burg auf, und ab 1172 als Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums, die von Mesco aus der polnischen Piastenlinie regiert wurde. Im Jahre 1241 leistete Ratibor den Wiederstand gegen den Angriff der Tataren, denen sogar Krakau unterlag. 1299 nach übernahm dem Willen des Fürsten Premislav der Stadtrat die Regierung der Stadt. Das 13. Jahrhundert war eine Zeit der angespannten Entwicklung und Kultur.

In der herzöglichen Münzerei schlug man das erste Geldstück mit polnischer Aufschrift "Milost". Im Dominikanerkloster schrieb Vincent von Kielcz, Autor der Hymne über Heiligen Stanislaw: „Gaude Mater Polonia“, in der Chronik den ersten polnischen Satz: „Gorze szą nam stało“. Der Name der Stadt begegnet uns in deutschen Urkunden und in der eingedeutschten Form unter dem Namen Ratibor oder Rathibor. Der Ursprung des Namens ist von dem slawischen Vornamen Racibor herzuleiten. Die Lage der Stadt hatte großen Einfluss auf die schnelle Entwicklung der Stadt. Dort fanden die größten in Schlesien Getreidemärkte statt. Es entwickelte sich auch das Gewerbe, besonders die Weberei und die Tuchmacherei.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Racibórz die bevölkerreichste Stadt in Süd-Schlesien.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war Racibórz die bevölkerreichste Stadt in Süd-Schlesien. Unter der Piastenregierung blieb Racibórz bis 1336. Nach dem Tode des Herzogs Lestko, nach 200 Jahren langer Herrschaft der Piasten, ging das Herzogtum infolge familiärer Verträge in die Hände der Troppauer Premysliden über. Damit beginnt auch der Zeitabschnitt der Verbundenheit des Ratiborer Landes mit Tschechien. In den Herrschaftszeiten von Premysliden, so wie der Historiker Mag. Norbert Mika angibt, gelang es Racibórz die erbliche Vogtei in der Stadt für eine erhebliche Geldsumme aufzukaufen. Zu dieser Transaktion kam es vor dem Jahre 1413. Als Zahlungsmittel benutzte man die Ratiborer Haller – eine zweiseitig geschlagene Silbermünze.

In dieser Zeit erweiterte man auch die Kompetenzen des Stadtrates. In dieser Zeit erweiterte man auch die Kompetenzen des Stadtrates. Die Stadt bekam unter anderem das Recht zur Wahl des Bürgermeisters und die Vollzugsgewalt, die exekutive Macht auszuüben. Sitz des Provinzial-landtagesNachdem Walentin Premyslide nach seinem Tod 1521 keinen Erben hinterließ, übernahm die Herrschaft des Ratiborer Herzogtums Jan II. der Gute, der aus der oberschlesischen Linie der Piasten stammender Oppelner Herzog. Indem er 1531 das sogenannte Hanuszowy Privileg herausgab, wählte er Racibórz neben Oppeln für den Sitz des Provinzial-landtages, sowie auch für den Ort der Huldigung an den König von Tschechen.

In der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt der Mittelpunkt des Polentums. Tätig war unter anderem die Polnisch - Oberschlesische Gesellschaft (Towarzystwo Polsko-Górno-śląskie) (1886-1939), die Polnische Buchhandlung, das Haus Polens (Dom Polski „Strzecha“). Es wurden polnische Zeitschriften herausgegeben, wie „Nowiny Raciborskie“ (1889-1921).

Die Bewohner nahmen an den drei Schlesischen Wiederständen teil. Die Bewohner nahmen an den drei Schlesischen Wiederständen teil. Die am 20. März 1921 in Oberschlesien durchgeführte Volksabstimmung verursachte, dass ein Teil der Ortschaften am östlichen Oderufer vom Kreis Ratibor abgetrennt und der wiederberufenen Republik Polen zugeordnet wurden. Die Stadt Ratibor blieb weiterhin im deutschen Gebiet. Die Grenze zwischen Polen und Deutschland verlief in der Nähe von der Stadt. Die polnischen Organisationen, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Vereine, wirkten indessen weiter. Aktiv war der Verein Polen in Deutschland (Związku Polaków w Niemczech), die Genossenschaften „Landwirt“ und „Gärtner“ („Rolnik“ und „Ogrodnik“) und die Volkstümliche Bank (Bank Ludowy). Das kulturelle Leben blühte auch weiterhin in dem Kulturhaus.

Die polnische Bevölkerung wohnte vor allem in den umliegenden Dörfern. In der Stadt selbst überwog die Bevölkerung deutscher Abstammung. Das Verhältniss zwischen den Die polnische Bevölkerung wohnte vor allem in den umliegenden Dörfern.beiden Nationen war bis zu der Zeit des Kulturkampfes sehr gut. Die Menschen kamen bis zum Jahre 1918 gut zusammen aus. Von der Kraft des polnischen Elements zeugt unter anderem die Tatsache, dass die preußische Macht die Anordnungen in polnischer Sprache publizierte, wobei die Beamten beide Sprachen beherrschen mussten. Die politische und wirtschaftliche Veränderung in Europa nach dem ersten Weltkrieg, die Wiedergeburt des polnischen Staates und die Entstehung der Tschechoslowakei, führten dazu, dass die Stadt Ratibor als der gewerblicher Mittelpunkt und ein wichtiger Wanderweg an Bedeutung verlor. Die staatlichen Grenzen unterbrachen die bisherigen wirtschaftlichen Verhältnisse der ganzen Region.

Die Bewohner Ratibors waren keine Anhänger des Nazionalsozialismus. Wie die Berichte der politischen Hitlerpolizei Gestapo beweisen, waren sowohl polnische, als auch deutsche Bewohner des Ratiborer Landes selbst Opfer dieser Repressalien.

Nach Meinung amerikanischer WissenschaftlerNach Meinung amerikanischer Wissenschaftler, wie schreibt dr. Richard Kincel, kam es nur wegen der Haltung der Antifaschisten nicht zur Entstehung der Atombombe im Jahre 1942. Die chemische Zusammensetzung der moderaten Blöcke aus dem Grafit, die in Plania Industrie (zurzeit SGL Carbon Group s.c) gefertigt wurden, sind durch diese verfälscht worden. In der Zeit des Hitlersregimes arbeiteten in Ratibor acht Arbeiterabteilungen der britischen, französischen, sowjeti-schen und italienischen Kriegsgefangenen. Es existierte in Ratibor ein Gefängnis sowie Lager für die umgesiedelten Polen und auch drei Arbeitslager. Anfang 1945 zogen durch die Stadt Kolonen von Sträflingen, die aus den Konzentrationslagern vor der sich nähernden Frontlinie evakuiert wurden.

Es begann die Zeit der Beseitigung von Kriegsschäden.Am 31. März 1945 wurde Racibórz von sowjetischen Truppen besetzt, denen im Mai die polnische Verwaltung folgte. Es begann die Zeit der Beseitigung von Kriegsschäden. Man schätzte die Zerstörungen der Stadt zu mehr als 80 % ein. Es lebten in den zwei ersten Monaten in der Stadt kaum dreitausend Einwohner. Erst später kamen die Bürger zurück. Die Rückwanderer siedelten sich auch aus anderen Regionen Polens an. In den ersten Nachkriegsjahrzehnten wurde die Stadt aufgebaut und in den späteren Jahren ausgebaut. Man setzte die gewerblichen Anlagen wieder in Betrieb. Im Sommer 1950 wurde die Kesselfabrik „Rafako“ erbaut.


Die Wohnansiedlungen entstanden mit der gesellschaftlichen und kulturellen Infrastruktur. Die Stadt wuchs. Im Jahre 1975 wurden die Nachbarortschaften in die Stadt eingemeindet: Markowice (Markowitz), Sudół (Sudoll), Miedonia (Niedane) und Brzezie (Hohenbirken).

Am 8. Juli 1997 kam das seit Jahrhunderten größte Hochwasser nach Racibórz. Das Stadtgebiet stand in 60 % unter Wasser. Das Wasser erreichte ein Niveau von 1046 cm. Das Wasser überschritt den Alarmzustand um 4,5 m. Die materiellen Schäden und Verluste sowohl für die Einwohner der Stadt wie auch für die Unternehmen waren erheblich. Am 21. Juni 2001 bekam Racibórz als erste Stadt in ganz Polen und Europa das Zertifikat ISO 14001. Man führte das System der Umweltverwaltung in der Gemeinde ein. Racibórz umfasst heute eine Fläche von 75 km² und zählt 58.800 Einwohner.

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